Veränderung

… ist, was zwischen den Ereignissen passiert. – Das ist einer meiner Wahlsprüche. Er fällt mir besonders in den Momenten ein, in denen etwas Schönes passiert, über das ich mich sehr freue und/oder auf das ich sehr stolz bin.

Was bedeutet die Veränderung zwischen den Ereignissen?

In solchen Momenten bin ich dankbar für den Weg, der dorthin geführt hat. Denn es ist ja nicht die bestandene Prüfung oder die Eröffnung deiner Praxis, die dein Leben verändert, sondern der Weg, den du hin zu diesem Ereignis hin beschritten hast, hat dich geprägt.

Es ist auch nicht die Entscheidung als solche, die eine Veränderung bewirkt – sondern, wie du diese Entscheidung lebst.

Veränderung ist nicht laut, aufdringlich. Sie geschieht leise und anschmiegsam.

Veränderung ist also kein Feind der Stillen, Introvertierten, Hochsensiblen. Du brauchst kein „Macher“ zu sein, um Veränderungen bei dir oder anderen herbeizuführen. Hierzu reichen Mut, Geduld und Ausdauer.

Stell dir einen hohen schneebedeckten Gipfel vor, den es zu besteigen gilt: Der Gipfel ist das Ziel, aber der Weg, der dich dorthin führt, fordert deine Kräfte, deine Disziplin, dein Durchhaltevermögen, deine Flexibilität, deine Voraussicht, deine Neugier …

Der Weg bewirkt die Veränderung, über die du dich stolz freust, wenn du auf dem Gipfel angekommen bist.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.

(aus: Stufen, Hermann Hesse)

Genieße die Veränderung, Hebung, Weitung, die dir der heutige Tag gebracht hat – das wünscht dir Antje